THERAPIE

Akupunktur

Nach traditioneller chinesischer Vorstellung überziehen den Körper zwölf Hauptmeridiane und acht ausserordentlichen Meridiane (= Körperkanäle). Diese sind mit den inneren Organen verbunden. Ihnen entlang liegen die Akupunkturpunkte und in ihnen fliesst das Qi.

Bei Störungen kann der Energiefluss in diesen Meridianen durch Akupunktur, also durch Stechen bestimmter Punkte, reguliert werden.

In der Akupunkturbehandlung verwende ich feine, sterile «Einwegnadeln», die eigentlich keinen Schmerz verursachen. Bei Kindern oder Menschen mit Angst vor Nadeln, verwende ich einen Softlaser. Bei diesem werden die Reize nicht durch die Nadeln sondern durch das Licht eines Lasergerätes gesetzt.

Schröpfen

Schröpfen ist ein sehr alte Behandlungsmethode, die in vielen Kulturen Anwendung fand und immer noch findet. Beim Schröpfen erzeugen Schröpfkopfgläser mit Hilfe von Feuer oder einer Pumpe auf der Haut ein Vakuum. Durch das erzeugte Vakuum wird die Durchblutung gefördert und die Poren werden geöffnet. Durch diese Bewegung können Verspannungen, Ablagerungen oder Giftstoffe im Gewebe gelöst und abtransportiert werden. Bei starker Anwendung kann sich die geschröpfte Stelle blau verfärben und unter Umständen mehrere Tage bestehen bleiben bevor sie wieder ganz verschwindet.

Ich persönlich arbeite v.a. mit der Vakuum-Pumpe und setze schröpfen meistens in Kombination mit einer Akupunkturbehandlung bei folgenden Situationen ein:
Entzündliche Prozesse (z.B. entzündliche Lungenentzündung, Nerven- und chronische Mandelentzündung)
Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Rückenschmerzen, Hexenschuss)
Chronische Erkrankungen (z.B. Weichteil-Rheumatismus, chronischer Kopfschmerz, Migräne)

Vorsicht geboten ist mit Schröpfen bei blutverdünnenden Medikamenten oder sehr labilem Kreislauf.

Moxa

Die Moxa-/Brenntherapie ist ein uraltes Heilverfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin. Indem man brennendes Beifusskraut (artemisia vulgaris) indirekt oder direkt am Körper anwendet, mobilisiert man reaktiv die Selbstheilungskräfte im Körper.
Moxa wendet man gezielt, punktuell und vorzugsweise dort an, wo Akpunkturpunkte auf der Körperdecke zu finden sind oder wo sich der Hauptschmerz lokalisiert.
Quelle:Hans Höting „Die Moxa-Therapie“

Die Moxibustion wärmt die Akupunkturpunkte. Diese Wärmestrahlung wird als sehr angenehm mit tiefer, lang anhaltender Wirkung empfunden. Ich persönlich arbeite vorwiegend mit Moxa Zigarren, meist in Kombination mit einer Akupunkturbehandlung

Nach der Moxabehandlung empfehle ich den Patienten keine kalten Getränke zu trinken, sich warm anzuziehen, sich möglichst noch auszuruhen und dem Wärmeeffekt nachzuspüren.

Ich wende Moxa vor allem an:

  • Bei innerem Gefühl von Kälte, zur Erwärmung
  • Bei Schmerzen die durch Kälte und auf einer Blockierung des QI-und Blutflusses beruhen (z.B. Rückenschmerzen, Nacken/Schulterverspannungen)
  • Bei Energieschwäche oder Energieverlust
  • Zur Stärkung des Immunsystems

Ernährungsberatung

Seit den Anfangszeiten der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) werden Ernährung und individuelle Essgewohnheiten in die Behandlung mit einbezogen. So gehört die Ernährungslehre zur TCM wie die Kräutertherapie oder die Akupunktur.

In der Ernährung nach den Grundlagen der TCM werden die Nahrungsmittel alle gemäss ihrer Energetik (Temperatur, z.B. wärmend, kühlend, neutral) und ihrem Geschmack (bitter, süss, scharf, sauer und salzig) klassifiziert. Gleichzeitig werden sie einem Funktionskreis und einem Element (Feuer, Erde, Metall, Wasser oder Holz) zugeordnet.

In der Ernährungsberatung empfehle ich eine die Mitte stärkende, geschmacklich vielseitige Vollwerternährung. Je nach Disharmoniemuster, Konstitution, aber auch Saison empfehle ich dem einzelnen bestimmte ausgewählte Nahrungsmittel und Zubereitungsart der Speisen.

Bei einer individuelle Ernährungsanpassung achte ich darauf, dass diese für den einzelnen einfach und praktisch umsetzbar ist, behutsam und langsam vollzogen wird und ein lustbetontes Essen im Vordergrund steht.

Kräutertherapie

Pflanzen sind unsere Lebensgrundlage. Heilpflanzen sind die Grundlage des Heilens.

Bereits in den Zeugnissen der ältesten Kulturen finden wir Hinweise auf Heilpflanzenpräparate und deren Wirkungen. Auch in unserem Kulturraum ist ein tiefes Wissen über die Wirkung von Heilkräuter vorhanden.

In meiner Praxis arbeite ich mit chinesischen und mit westlichen Kräutern. Das heisst, die Kräuter werden nach dem Prinzip der traditionellen Chinesischen Medizin eingeteilt, und nach Geschmack, thermische Wirkung, Organzuordnung und mit spezieller Wirkung beschrieben und in einer Kräutermischung zusammengestellt.

Die Heilpflanzen verschreibe ich vorwiegend als Kräutermischung in Form von Tabletten, Tees und Urtinkutur.

Shiatsu

Shi-at-su ist eine japanische Behandlungsmethode und bedeutet Fingerdruck. Ihre Wurzeln liegen in der chinesischen Heilkunde, bei der Tui Na Massage. Shiatsu wird am bekleideten Patienten auf einer weichen Matte (Futon) auf dem Boden ausgeführt.

Die körperliche, seelische und geistige Befindlichkeit eines Menschen ist Ausdruck der Verteilung und des Flusses der Lebenskraft Qi. Shiatsu wird praktiziert, um eine Balance der Lebenskraft zu schaffen und zu erhalten. Mit seiner ruhigen und entspannten Arbeitsweise, mit Druck, Dehnungen und Rotationen regt Shiatsu den Energiefluss an und fördert so die körperliche und seelische Ausgeglichenheit.

Shiatsu-Behandlungen erfahren die Klienten in der Regel als wohltuend entspannend und heilsam belebend. Häufig wende ich eine Shiatsu-Behandlung in Kombination mit Akupunktur und Kräutertherapie an.